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Jahreshauptübung 2012

 
Aufgeregt steigt der kleine Max (3) in das große Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Altlußheim. Seine Mama Nicole Zieger hilft ihm. Sie ist die Leiterin des evangelischen Kindergarten „Regenbogen“ in dem gleich die Jahreshauptübung der Altlußheimer Feuerwehr statt findet, und die zwei dürfen im Feuerwehrauto mit dorthin fahren. Gleich geht es los, draußen heult schon die Sirene. Die Feuerwehrleute kommen zu ihnen ins Fahrzeug, der Fahrer startet den Motor, schaltet Blaulicht und Martinshorn ein und fährt Richtung Rheinhäuserstraße. Das Herz von Max schlägt immer schneller, das merkt Mama Nicole ganz deutlich. Im schimmer der Blaulichter schaut er zu wie die Feuerwehrmänner und Frauen ihre Atemschutzmasken aufziehen. Einer der Männer greift nach dem Funkgerät das neben ihm in der Ladestation steckt und lächelt ihn dabei an.
 
Dann stoppt das große Auto und alle steigen aus. Es ist Donnerstagabend 19 Uhr und es wird angenommen das im Kindergarten ein Elternabend statt findet während im Keller durch einen technischen Defekt ein Feuer ausbricht. Die Feuerwehrleute beginnen mit ihrer Arbeit. Einsatzleiter Bernd Schanz findet bei seiner Erkundung  Gabi Müller und Elke Herrmann im Erdgeschoss. Beide sind Erzieherinnen  und haben über den Notruf die Feuerwehr verständigt. Zusammen mit zwei Kindern werden sie nach draußen gebracht, und der erste Trupp begibt sich unter Atemschutz in den Keller. Auf der Rheinhäuserstraße hat die Polizei inzwischen die Straße gesperrt und die nachgerückten Kräfte bauen eine Wasserversorgung auf. Die Übung läuft gut, doch dann auf einmal der Funkspruch „Mayday- Kamerad verunglückt“. Alle schauen sich etwas aufgeregt an, denn keiner weiß so genau ob dies ernst ist oder zu Übung gehört? Schon ist ein weiterer Atemschutztrupp der zur Sicherheit bereit stand auf in dem Weg in den Keller. Nach kurzem warten kommen die zwei Trupps wieder nach oben, tragen ihren Kameraden nach draußen und legen ihn auf einer Decke ab. Dann die Erleichterung, es war Teil der Übung. Doch keiner wusste von der Einlage. „Der Atemschutznotfall sollte einen Hauptteil der Übung darstellen und wurde daher sehr realistisch eingespielt damit wir einen optimalen Übungseffekt erzielen“, erklärt der stellvertretenden Kommandant Thorsten Lehrenkrauß.
 
Auch Gabi Müller und Elke Herrmann, die schon öfter eine Feuerwehrübung mit gemacht hat, haben die Rettungsaktion beobachtet. „Wir wussten bei unserer Rettung, dass es nur eine Übung ist und waren recht gelassen als wir mit den zwei Kindern nach draußen gebracht wurden. Es ging alles recht schnell und hier am Versorgungsplatz wurden wir gleich nach unserem Wohlbefinden gefragt“. Genau wie die Leiterin freuen sie sich über den Besuch der Feuerwehr. „Solche Übungen sind wichtig und sollten regelmäßig zu unsrer aller Übung durchgeführt werden. Für mich war es auch einmal interessant zu sehen was auf der Anfahrt im Feuerwehrauto alles passiert, wie schnell und organisiert alles geht uns jeder genau weiß was er zu tun hat.“
Zum Abschluss gab es noch einen Rundgang mit dem Kommando, Bürgermeister Hartmut Beck, den anwesenden Gemeinderäten, der Kindergartenleitung und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Axel Schuh. Hierbei wurde auch der Teil des Kindergartens begutachtet in dem nicht geübt wurde um auch hier im Ernstfall einen guten Überblick zu haben.
 
Kommandant Peter Bierlein und der stellvertretenden Kreisbrandmeister freuten sich über eine sehr gute Übung die vor vielen Zuschauern statt fand. „Es lief alles sehr schnell und Zielorientiert ab und jeder einzelne machte einen guten Job.“
Auch Bürgermeister Hartmut Beck bestätigte einen sehr guten Verlauf und Danke allen Feuerwehrleuten. „Ihr großer Einsatz das Engagement  und die viele Zeit die sie aufbringen muss hoch angerechnet werden. Dafür sage ich danke.“
Nach dem nun alles etwas ruhiger geworden ist hat Max die Müdigkeit überkomme. Kein Wunder nach solch einem aufregenden Abend. Erschöpft aber mit einem Lächeln winkt er zum Abschied von Mamas Arm aus den Feuerwehrleuten zu. Bestimmt wird er den anderen Kindern im Kindergarten von seinem Abenteuer berichten.
 
Text und Bilder : © Katrin Dietrich