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Chronik der Feuerwehr Altlußheim

Die Chronik der Feuerwehr Altlussheim

Hundert Jahre alt und doch so jung geblieben, das könnte man denken wenn man sich die Freiwillige Feuerwehr Altlußheim heute anschaut, stehen ihr doch zahlreiche junge Menschen und modernes gerät zur Verfügung.
Schon sehr früh wurde in unserer Gemeinde über den Brandschutz und die Gefahrenabwehr nachgedacht. So ist aus einem Zeitungsbericht vom 9 Juni 1853 eine Danksagung an einen Herrn Saam von der Aachener und Münchner Feuerschutzversicherung zu entnehmen, das sich die Gemeinde Altlußheim für eine Gespendete Feuerdruckspritze bedankt.
Jedoch mussten noch fast 50 Jahre ins Land gehen bis am Abend des 20 Mai 1902 sich nach Aufforderung des Gemeinderates 70 Bürger im Alter von 23 – 36 Jahren im Rathaus einfanden um eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Auch einige Herren des Kommandos der Freiwilligen Feuerwehr aus Reilingen hatten sich eingefunden um die Gründung richtig einzuleiten. Die anwesenden Bürger wurden in zwei Kompanien eingeteilt. Die erste bestand aus 22, die zweite aus 48 Mann.
Darauf wurde das erste Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Altlußheim von den anwesenden gewählt. Kommandant wurde Ludwig Büchner, sein Adjutant Johann Höhl.
Hauptleute wurden Ludwig Krauß und Ferdinand Stephan, Obmänner Jakob Christophel und
Jakob Büchner, zu Spritzenmännern ernannt wurden Nikolaus Nerz, Heinrich Schreiber sowie Heinrich Köhler. Es wurde beschlossen einen Mitgliedsbeitrag von zwei Mark monatlich zu erheben.
Kurze Zeit nach der Gründung trat die Freiwillige Feuerwehr Altlußheim dem Badischen Feuerwehrverband bei.
Die Wehr hatte sich in Mannschaft und Hilfsmannschaft gegliedert. Die Hilfsmannschaft wurde mit Armbinden ausgestattet. Wer nicht der Mannschaft oder Hilfsmannschaft Beitreten wollte, sollte für den Rest des Gründungsjahres 3.-Mark und für die darauf folgenden Jahre 5.- Mark bezahlen.
Die Mannschaften mussten sich durch ihre Unterschrift verpflichten, mindestens 4 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr dienst zu tun. Die neu gegründete Wehr trat in Verhandlungen mit Musik und Spielleuten ein. Am 1 August kam mit diesen ein Vertrag zu Stande. Die Musikkapellen wurden Uniformiert und der Feuerwehr angeschlossen. Bereits im ersten Jahr des Bestehens, legte das Kommando recht drastische Strafen für die Verletzung der Dienstvorschrift fest.
Wer eine Stunde nach Beendigung des Dienstes noch in Uniform angetroffen wurde z.B. Im Wirtshaus, der musste eine Mark bezahlen. Bei Veranstaltungen oder Festlichkeiten war der Feuerwehrmann gehalten, die Versammlung nicht zu verlassen, insbesondere in Uniform keine andere Stelle aufzusuchen. Die erste Schlussübung fand am alten Schulhaus in der Rheinhäuserstraße 7 Statt, dem Flügel des Rathauses in dem heute das Rechnungs- und Steueramt untergebracht ist. Dazu ging die Feuerwehr in einem Festzug durch den ganzen Ort.
Noch im Gründungsjahr musste sich die Freiwillige Feuerwehr Altlußheim an die 18 Oktober bei einem Brand bewähren. Da sich die Wasserversorgung in der damaligen Zeit als sehr schwierig erwies, hatte man Fuhrleute vom Ort bestimmt, die mit ihren Wagen das Wasser in Fässern heranschaffen sollten. Dabei konnte es vorkommen, dass im Ernstfall, auch manch ein Fuhrwerk beladen war oder anderweitig benötigt wurde und daher nicht schnell genug zur Stelle war. So wurde dem Fuhrmann, der als erster Wasser Brachte, eine Belohnung von 5 Mark zugesprochen. Manchmal kam es auch vor, das die Fuhrleute zum Wasser holen schnell zur Stelle waren, ihnen jedoch die Leute zum Wasserfüllen am Rhein und Sandlochweiher fehlten. Deshalb wurden 10 Mann zum Wasser holen bestimmt, die sich bei einem Alarm an den jeweiligen Entnahmestellen einzufinden hatten.
Am 17 Juli 1904 wurden in der Reinhäuserstrasse mehrere Häuser durch einen Großbrand vernichtet. Auch in der darauffolgenden Zeit, kam es des Öfteren noch, vermutlich durch Brandstiftung, zu Bränden. So auch am 8/9 August des selbigen Jahres, wobei auch die Feuerwehr aus Reinhausen zu den Löscharbeiten herangezogen wurde.
Wie gut die Freiwillige Feuerwehr Altlußheim zur damaligen Zeit ausgerüstet war (BILD) zeigt der Bericht einer Prüfung vom 15 September 1907 in dem eine Schlagkräftige Mannschaft mit 65 Aktiven und 77 Mann Hilfsmannschaft angezeigt wurden. Es waren 2 4-Rädrige Spritzen mit Saugwagen und 2 2-Rädrige Spritzen mit Saugwagen sowie eine umfangreiche Ausrüstung mit Röcken, Helmen, Hosen und technischem Gerät wie Schläuchen und Leitern vorhanden.
Auch die Geselligkeit wurde schon zur Gründungszeit groß geschrieben, so wurde bereits im Jahr 1908 der erste Feuerwehrausflug nach Rheinhausen, über die Fähre nach Speyer und schließlich zum Gasthof „Luxhof „ durchgeführt.
In den Kriegsjahren des ersten Weltkrieges waren auch viele Altlußheimer an den Fronten. So musste die Feuerwehr nach Kriegsende im Jahr 1920 neu Reorganisiert werden.
Im Zuge des technischen Fortschrittes wurde 1926 eine Elektrische Gruppe gebildet.
1927 Feierte die Freiwillige Feuerwehr Altlußheim ihr 25 Jähriges Bestehen, das Fest fand im Schulhof der Albert-Schweitzer-Schule statt.
Zu einer besonderen Attraktion wurde der Historische Festumzug, der unter der Mitwirkung aller Vereine zusammengestellt wurde. Als „Geburtstagsgeschenk“ übergab die Gemeinde der Feuerwehr eine Zweirädrige mechanische Holzleitereiter mit Eisenwagen, die sie bei der Firma Carl Metz in Karlsruhe für 1592 Goldmark gekauft hatte.
Die Leiter befindet sich noch heute im Besitz der Feuerwehr Altlußheim.1996 wurde sie in über 300 Arbeitsstunden aufwendig in den Zustand des Anschaffungsjahres zurückversetzt und steht für Festliche Anlässe zur Verfügung.
Im September 1930 Brannte das Gasthaus „zum Stern „ nieder, ein weiterer Brand im April 1932 bei Johann Schweikert ist noch zu erwähnen.
1933 wurde die Wehr wie alle Organisationen, die nicht ganz verboten wurden, gleichgeschaltet und dem Reichs Polizei Präsidenten unterstellt. Die Freiwillige Feuerwehr Altlußheim hieß von da an „Feuerlöschpolizei Altlußheim“
Am 24 Juli 1936 wurden alle alten Satzungen der Feuerwehr außer Kraft gesetzt und neue Satzungen ausgegeben. Nun waren auch erste Kriegsvorbereitungen im Gange.
1936 wurden auch 3 Fachberater für den zivilen Luftschutz bestimmt. So wurde die Wehr auch 1938 bei einer Verdunklungsübung eingesetzt, um für Luftangriffe gerüstet zu sein.
Zwei Brände 1938, am 9 April ein Scheunenbrand durch Blitzschlag bei Jakob Hauenstein und am 19 November in der Scheune des Ludwig Holzinger sollten nicht unerwähnt bleiben.
Anfang der 40er Jahre wurde die Wehr aufgefordert, Gasmasken, Gasspürpulver und Schmierseife anzuschaffen, da sich die Fronten näherten.
Im August 1942 stellte der Kreiswehrführer fest, dass in Altlußheim eine sehr unzureichende Wasserversorgung bestand und dies im Falle eines Luftangriffes verehrende Folgen haben könnte. Es sollten Feuerlöschbrunnen und Weiher angelegt werden. Im selben Monat ordnete der Landrat an, dass die Gemeinde eine Motorspritze anschaffen müsse, es wurde ein Zuschuss von 50% gewährt.
Bereits im April 1943 wurde durch die Firma Carl Metz in Karlsruhe mitgeteilt, das durch den „Chef der Deutschen Polizei“ , die Bestellung einer Motorspritze mit Anhänger eingegangen war und eine schnellst mögliche Lieferung erfolgen würde. Nach langem Schreibverkehr wurde die Motorspritze 1944 geliefert, Früher war eine Lieferung nicht möglich, da keine Werkstoffe vorhanden waren.
Beim Einmarsch der Franzosen am 1 April 1945 in Altlußheim wurde die neue Motorspritze samt Anhänger von ihnen Mitgenommen.
Über die Kriegsjahre wurden ansonsten keine Protokolle geführt, da sich die meisten Männer an den Fronten befanden und der Brandschutz durch die im Ort zurück gebliebenen Frauen sichergestellt wurde. Gewiss ist jedoch, dass sie nach Luftangriffen auf die umliegenden Städte wie zum Beispiel Mannheim zur Überlandhilfe herangezogen wurden.
Nach Kriegsende 1945 musste die Feuerwehr erneut Reorganisiert werden, sie erhielt wieder den alten Namen „ Freiwillige Feuerwehr Altlußheim „
Am 7 Dezember 1945 fand beim Kommandanten Engelhorn eine erste Sitzung statt. Dem darauf folgenden Sonntag wurden neue Gruppen eingeteilt. Es waren 20 Mann der Jahrgänge 1925/26. Die Feuerwehr wurde dem Obersten Zivilen Verwaltungsoffizier der Besatzungsmächte unterstellt. Im Januar 1946 wurde beschlossen einen Monatsbeitrag von 0,50 Reichsmark zu erheben.
Die Motorspritze mit Anhänger die die Franzosen beim Einmarsch 1945 mitnahmen konnte in Langenbrücken abgeholt werden. Noch im selben Jahr wurde von der Gemeinde ein von der Us-army ausgemusterter Dogge-Jeep für den Betrag von 2688,50 Reichsmark, als Mannschaftswagen angeschafft, so dass die Feuerwehr auf der großen Gemeinde Gemarkung noch schneller eingreifen konnte.
Im November 1946 wurde von der Wehr eine Brandverhütungswoche durchgeführt, zu deren Abschluss und zur Werbung Junger Feuerwehrleute ein Familienabend mit Tanz stattfand.
Am 28 Januar 1947 wurden die ersten Kommandantenwahlen nach Kriegsende durchgeführt.
Max Büchner wurde zum Kommandanten gewählt.
Er führte dieses Amt zunächst bis zum 30 März 1950 und wurde von Wilhelm Lauer abgelöst der, unterstütz von seinem Adjutanten Franz Büchner, bis zum 20 Juli 1951 Kommandant blieb.1951 wurde das Kommando wieder neu Gebildet, Kommandant wurde wieder Max Büchner, Adjutant Franz Büchner.
1952 konnte die Freiwillige Feuerwehr Altlußheim ihr 50 Jähriges Bestehen feiern. Am Gasthaus „zur Rose“ formierte sich ein Festzug, der durch das ganze Dorf führte und am Messplatz beim Festzelt endete.
1954 musste der Mannschaftswagen wieder für 850 DM verkauft werden da er nicht mehr wirtschaftlich war, Regelmäßige Reparaturen hatten zu diesem Entschluss geführt.
Im selben Jahr wurde als Ersatz das erste Feuerwehr Typisches Fahrzeug, ein LF8 von der Firma Carl Metz in Karlsruhe angeschafft. Die Kosten beliefen sich auf 22460 DM, der Kauf wurde mit 12000DM vom Land bezuschusst.
Bereits kurz nach in dienst Stellung musste das Fahrzeug am 24 April 1954 bei einem Schilf Brandt im Bärlach sein Leistungsvermögen unter Beweis stellen .Bei dem Einsatz wurde auch ein Feuerwehrmann Verletzt.
Am 5 Februar 1958 verstarb Jakob Büchner, er war das letzte Gründungsmitglied und hatte die Wehr 18 Jahre als Kommandant geführt.
Von 13 bis 15 Juni 1959 fand mit einem Fest die erste Bannerweihe der Freiwilligen Feuerwehr Altlußheim statt und am 4 August 1962 wurde das nunmehr 60 Jährige Bestehen gewürdigt.
Am 22 Januar 1963 wurde die Wehr wohl zu einem ihrer größten Einsätze der Nachkriegszeit alarmiert. Im Lusshof, dem alten Bahnhof der Gemeinde, Brannte eine Scheune und ein Wohngebäude in voller Ausdehnung. Die Wehr rückte mit allem Gerät an, auch die Feuerwehr des über dem Rhein liegenden Speyer kam zur Unterstützung mit zwei Löschfahrzeugen und einem Tanklöschfahrzeug hinzu. Die Brand Bekämpfung dauerte mehr als 9 Stunden.
Im selben Jahr wurde in einer Gemeinderatssitzung beschlossen, ein neues Feuerwehrgerätehaus zu errichten. Klar war das mit dem alten, als Gerätehalle dienenden, Schuppen zwischen Kirche und Rathaus keine effektive Feuerwehrarbeit mehr Geleistet werden konnte. Am 28 Oktober 1965 wurde dann in einer Feierstunde das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht.
Um den Nachwuchs der Wehr und eine Junge und effektive Mannschaft sicher zu stellen wurde im Mai 1968 die Jugendfeuerwehr Altlußheim gegründet.
Von da an wurden die Jugendlichen jeden Mittwochabend an die Arbeit der aktiven Wehr in Übungen herangeführt. Im Juni 1969 führte die Jugendfeuerwehr Altlußheim ihr erstes Zeltlager durch.
Die immer größer werdenden Herausforderungen und Einsatzzahlen die der Wehr gegenüber standen führten dazu, dass am 14 November 1969 ein neues Tanklöschfahrzeug TLF16/24 übergeben werden konnte.
Ein gebraucht angeschaffter VW-Bus wurde in Eigenleistung der Wehr zum Mannschaftstransportwagen ausgebaut und am 29 August 1973 in Dienst gestellt. So war sichergestellt das im Bedarfsfall genügend Mannschaft und gerät zu Einsatzstelle befördert werden konnte. Im selben Jahr war die Wehr war die Wehr durch 3 Großbrände gefordert, die alle drei das gesamte Gerät und die Mannschaft beanspruchten.
Am 2 Januar 1974 musste sich die Wehr das erste Mal beim Brand eines Schiffes auf dem Rhein bewähren, im Frühjahr 1975 war sie in gleicher Weise erneut gefordert.
1977 konnte die Freiwillige Feuerwehr Altlußheim ihr 75 Jähriges Bestehen in einem großen Fest feiern, es wurde ein Umzug mit vielen befreundeten Wehren aus nah und fern durchgeführt.
Im selben Jahr wurde die Fahrzeuge der Wehr mit Funkgeräten ausgestattet um die Verständigung der Einsatzkräfte untereinander sicher zu stellen, außerdem wurden Funkmeldeempfänger angeschafft und somit die stille Alarmierung eingeführt, so das nur noch in einzelnen Fällen bei Bränden die Sirene Heulen musste. Am 10 November 1978 musste die Wehr zu einem Verkehrsunfall mit einem Toten und zwei Schwerverletzten ausrücken und im darauf folgenden Jahr wurde eine Person bei einem Wohnungsbrand Verletzt und musste gerettet werden.
Der 19 August 1980 hatte der Wehr auch einiges zu bieten, so mussten nach einem Heftigen Unwetter 31 Keller leer gepumpt werden.
Da die Feuerwehr Altlußheim immer öfter zu Einsätzen gerufen wurde und sich der Aufgabenbereich um ein vielfaches vergrößerte wurde von der Gemeinde 1981 ein neues Löschgruppenfahrzeug LF8 von der Firma Ziegler für 130000 DM zu Verfügung gestellt.
Der 11 Mai desselben Jahres barg auch eine große Aufgabe in sich, so mussten bei einem Kellerbrand im „Rebstöckel „ 17 Menschen über Leitern gerettet werden.
1984 wurde das alte MTW durch ein von der Firma Thyssen Duisburg gespendetes Fahrzeug ersetzt und 1985 kam ein, ebenfalls von der Firma Thyssen für den Obligatorischen Preis von 1.-DM abgekauftes, Löschgruppenfahrzeug LF16 zum Fuhrpark der Wehr hinzu.
Da das Gerätehaus für 4 Fahrzeuge und mehrere Anhänger sowie das zahlreiche Technische Gerät allmählich zu klein wurde, beschloss die Gemeinde 1986 das Gerätehaus zu erweitern in dem es verlängert wurde.
Es wurden außer der Verlängerung der Fahrzeughalle ein Büro für den Kommandanten, eine Funkzentrale für Kommunikationszwecke bei Einsätzen und zur Schulung und Ausbildung der Atemschutzgeräteträger eine Übungsstrecke hinzugefügt. Am 2 und 3 Mai 1987 fand mit einem Tag der offenen Tür die Einweihungsfeier des umgebauten Gerätehauses statt.
Franz Büchner der von 30 März 1950 bis 1962 stellvertretender und von 1962 an Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Altlußheim war, wurde am 25 März 1988 mit einem würdigenden Fest in der Rhein Frankenhalle verabschiedet. Von nun an führte Kurt Reinhard, der schon von 1983 an als Stellvertreter fungierte die Amtsgeschäfte des ersten Kommandanten.
1989 musste ein neues Mannschaftstransportfahrzeug MTW in Dienst gestellt werden, da das alte Fahrzeug einen Motorschaden erlitten hatte.
Die Jahre 1989 und 1990 hatten für die Feuerwehrmänner und Frauen eine hohe Psychische Belastung in sich, so musste im Juli 1989 sowie im März 1990 jeweils eine Suizid Leiche aus dem Silzsee geborgen werden, außerdem wurde bei einer Suchaktion am 9 Januar 1990 eine Leiche am Rhein gefunden und im März wurde eine Person nach einem Verkehrsunfall aus dem Fahrzeug mit Hydraulischem Rettungsgerät befreit. Überhaupt hatte es das Jahr 1990 in sich, so mussten insgesamt mehr als 60 Einsätze absolviert werden.
Da die Einsatzzahlen und die Aufgabenfelder der Wehr seit 1990 immer mehr stiegen, musste auch die Ausrüstung dem stand der Zeit angepasst werden. So wurde die Wehr 1995 zusammen mit den umliegenden Städten und Gemeinden Komplett mit Feuerfester Kleidung aus Nomex III ausgestattet.
1997 wurde für Einsätze auf dem Rhein und in den zahlreichen Baggerseen der Gemeinde als Ersatz für ein altes Schlauchboot ein Mehrzweckboot MzB mit Platz für 10 Personen und einem dazugehörigen Anhänger angeschafft.
Im Mai 1998 wurde ein neues , mit Modernstem Gerät Ausgestattetes , Löschgruppenfahrzeug LF16/12 als Ersatz für das Fahrzeug der Firma Thyssen angeschafft, außerdem wurde die Wehr mit neuen Digitalen Meldeempfängern ausgestattet, die eine schnellere und sichere Alarmierung zuließen.
Zu guter Letzt konnte die Wehr im Dezember 1998 einen von der Feuerwehr Schifferstadt zuvor genutzten Rüstwagen RW2 abkaufen und in Eigenleistung den Örtlichen Bedürfnissen entsprechend Ausrüsten und ausbauen. Er wurde im Mai 1999 Feierlich übergeben.

Somit ist die Freiwillige Feuerwehr Altlußheim im Jubiläumsjahr den Anforderungen einer modernen Wehr in allen Aufgabenbereichen gewachsen. So stehen ihr 5 Einsatzfahrzeuge und 6 Anhänger zur Verfügung, außerdem sind in der Aktiven Mannschaft, die in zwei Züge eingeteilt ist, 58 Wehrmänner. Der Nachwuchs ist ebenfalls durch eine große Jugendfeuerwehr mit 35 Jugendlichen gesichert.
Wie Wichtig eine gut ausgebildete und ausgerüstete Wehr mit Jungen engagierten Leuten ist, zeigt das noch vor 22 Jahren, 1980 17 Einsätze und vor 3 Jahren 1999 93 Einsätze, darunter drei Großbrände absolviert werden mussten.
Eine Zunahme um fast das 6 Fache innerhalb von nur 20 Jahren.
Dank der guten Unterstützung der Gemeinde wird die Freiwillige Feuerwehr Altlußheim auch in Zukunft ihrem Leitspruch treu „ Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr „ der Bevölkerung der Gemeinde Altlußheim und jedem der Hilfe benötigt im Notfall so schnell wie nur möglich zur Verfügung stehen.

geschrieben von Michael Hilbert im November/2001