Das war ein Pfingstwochenende, das den Kindern und Jugendlichen aus dem Unterkreis Schwetzingen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Rund 200 Teilnehmer hatten direkt am Hockenheimring ihre Zelte aufgeschlagen um mit den Jugendfeuerwehren Hockenheim und Altlußheim deren 50-jähriges Bestehen zu feiern.

„Wir haben uns dafür entschieden kein Festbankett zu machen, sondern wir wollten etwas von der Jugendfeuerwehr für die Jugendfeuerwehr machen“, sagte die Jugendwartin aus Hockeheim Kathrin Manser bei der Begrüßung und sprach somit auch im Namen von Altlußheims Jugendwart Julian Kirschner. Mit ihrer Idee ein Jubiläumszeltlager zu machen haben sie genau die richtige Entscheidung getroffen, denn alle die gekommen waren, hatten einen riesen Spaß.

Neue Kontakte geknüpft

Isabell (14) und Elias (16) sind erst seit kurzem bei der Jugendfeuerwehr Altlußheim und waren begeistert von dem, was sie alles erlebt haben. „Hier hatte man die Gelegenheit alle mal etwas besser kennenzulernen und auch Kontakt zu den anderen Jugendfeuerwehren zu bekommen, das ist echt toll“, sagte Elias. Isabell war besonderes von der guten Stimmung an den Abenden begeistert. „Das war für mich das Schönste, da war immer was los“, berichtete sie. Los ging es am Freitagabend mit der großen Eröffnung, zu der alle zehn Jugendfeuerwehren, darunter auch die Feuerwehr Tuttlingen, die eine enge Freundschaft zu Altlußheim pflegt, angetreten waren. Begrüßt wurden sie vom Kommandanten der Feuerwehr Hockenheim, Franz Sommer, der sich an diesem Abend mit Freude an die selbst erlebten Zeltlager erinnerte und noch einmal einen Dank an alle Gründungsmitglieder aussprach: „Dank euch dürfen wir heute hier stehen“, sagte er. Auch Oberbürgermeisterstellvertreter Fritz Rösch wünschte viel Freude und tolle Gespräche. Der Bereichsleiter der Jugendfeuerwehren des Unterkreises, Carsten Rupp, freute sich darüber, so eine große Meute vor sich zu sehen und der stellvertretende Kreisbrandmeister, Patrick Janowski, wünschte ebenfalls viel Erfolg.

Nach einer Nachtwanderung lockte am Samstagmorgen ein Besuch auf der Südtribüne, auf der die Kinder einmal Rennstreckenluft schnupperten und sich die die vorbeiflitzenden Autos anschauten. Zur Abkühlung ging es am Mittag ins Aquadrom, das mit seiner Unterstützung einen Besuch aller Teilnehmern ermöglichte. 

Lagerdisco kommt an

Mit Einbruch der Dämmerung öffnete die Kindercoktailbar, an der es fruchtige Erfrischungen mit dem Namen „Blaulichtwasser“, „Kellerbrand“ oder „Feuerlöscher“ gab. Dazu legte DJ „Passi“ auf und verwandelte das große Zelt in einen echten Stimmungstempel. Zu den Partyhits wurde getanzt, was das Zeug hält und auch eine spontane Polonaise um das Zelt wurde gestartet. „Es ist klasse, wie hier zusammen gefeiert wird“, sagte Julian Kirschner, der zuvor schon mit Freude beobachtet hatte, dass die verschiedenen Jugendfeuerwehren zusammen spielten und sich unterstützten.

Trotz Regen wurde am Sonntag zur Stadtrally durch Hockenheim gestartet, bei der viel Fragen beantwortet werden mussten, genau wie bei dem spannenden Abendquiz. Das geplante Völkerball- und Fußballturnier viel ins Wasser. „Regen gehört aber auch zu einem Zeltlager dazu, da muss man sich halt anderes beschäftigen“ sagte Lea (16) aus Hockenheim. Sie hatte zuvor viel mit den Gründungsmitgliedern erzählt und weiß nun, wie sich die Zeltlager und Übungsstunden in den 50 Jahren entwickelt haben. Auch Joris (13), der erst seit Februar bei der Jugendfeuerwehr ist, fand alles sehr spannend, besonders die Taufen der neuen Mitglieder.

Am letzten Tag wartete mit der Lagerolympiade noch einmal eine echte Herausforderung. Auch wenn man neue Freundschaften geschlossen hat, galt hier nur eines: Die eigene Feuerwehr muss gewinnen. Leiterwettlauf, Knoten in Schläuche machen, Feuerwehrangeln, Geschicklichkeitsrollen mit Autoreifen und der Aufbau eines Löschangriffs waren nur als Team zu schaffen. Zusammenhalt und Zusammenarbeit war gefragt, denn nur so konnte man erfolgreich sein. Besonderen Spaß hatten die Kinder beim Schubkarrenwettlauf, denn hier durften sie in der Schubkarre sitzen, während die Jugendleiter schieben mussten.

Nach der Siegerehrung endete das Jubiläumszeltlager nach vier Tagen und alle waren sich einig, dass es bald wieder stattfinden muss.

 

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